Dort, wo Pornichet auf den Horizont blickt

Die Häfen von Pornichet zwischen maritimer Geschichte und Lebensgefühl am Meer

Da ist das leise Klirren der Fallen an den Masten, wenn der Wind auffrischt. Da ist der Duft frischer Crêpes, der an einem Frühlingsnachmittag vom Square Hervo herüberzieht. Da ist dieser Fischer auf der Mole, der sein quadratisches Senknetz über das Wasser spannt, geduldig wartend, ganz ohne Eile. Die Häfen von Pornichet sind weit mehr als nur Hafenbecken und Anlegestege. Man spaziert, man genießt, man setzt die Segel — und kehrt immer wieder zurück. Seit mehr als einem Jahrhundert blickt die Stadt von hier aus aufs offene Meer.

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Mehr als ein Jahrhundert am Atlantik

Ein Hafen, um das Meer zu erleben

Der Freizeitsport auf dem Wasser entwickelte sich an Pornichets Küste gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die ersten Segler, die sich die Küste mit den Fischern teilten, brauchten einen geschützten Ort für ihre Boote. 1924 wurde an der Hafenspitze eine 179 Meter lange Mole mit einem zusätzlichen 100 Meter langen Steg eingeweiht, der ganze Stolz der Einwohner. Doch nur wenige Monate später zerstörten außergewöhnlich starke Stürme Teile des Holzbelags und der Geländer. Man reparierte, verstärkte und baute aus. 1925 war alles wieder in Ordnung, und entlang des Stegs wurden die ersten traditionellen Senknetze angebracht.

Doch schon in den 1930er Jahren reichte die Kapazität des Hafens nicht mehr aus. Unterschiedlichte Projekte wurden diskutiert: die komplette Schließung der Bucht, eine Brücke zu den Évens-Inseln oder sogar eine künstliche Insel. Schließlich fiel 1968 die Entscheidung für die Pointe du Bé. Nach Jahren von Planungen und Genehmigungen begannen 1976 die Bauarbeiten. Eine Million Tonnen Felsgestein wurde bewegt, ein 250 Meter langer Viadukt entstand über dem Wasser und innerhalb von nur achtzehn Monaten veränderte sich die Küstenlinie vollständig.

Am 1. Juli 1978 wurde schließlich der Tiefwasser-Yachthafen eröffnet: 1.150 Liegeplätze, davon 150 für Gastboote. Zusammen mit dem tideabhängigen Hafen wurde Pornichet damit zum drittgrößten Hafen an der französischen Atlantikküste — eine Stadt, die sich endgültig dem offenen Meer zugewandt hatte.

Zwei Häfen, tausend Möglichkeiten, die Küste zu erleben

Im Rhythmus der Kais – vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang

Der Yachthafen hat zwei Gesichter. An den Hafenbecken ist er der Ausgangspunkt für Regatten und Ausfahrten auf dem Meer. Hier finden Sie Aquajet, Mouette & Sea oder La Baule Nautic, wo Sie Boote mieten, in See stechen oder erste Segelerfahrungen sammeln können. Der APCC (Association pour la Promotion de la Course-Croisière) prägt das ganze Jahr über das maritime Leben – von den sonntäglichen Ausfahrten bis hin zu gemeinsamen Flottillentörns. Entlang der Kaipromenade lädt die Terrasse der La Galerne mit Blick auf die Segelboote zum Verweilen ein – ein Glas in der Hand, die entspannte Atmosphäre genießend. Wenn die untergehende Sonne den Himmel in Rosa- und Orangetöne taucht, beginnt das eigentliche Schauspiel. Man bleibt. Lauscht dem leisen Klingen der Wanten. Sieht zu, wie die Sonne langsam hinter dem Horizont versinkt.

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Der kleinere gezeitenabhängige Hafen besitzt seinen ganz eigenen Charme. Hier liegen Boote bei Ebbe auf dem Sand, hier starten Kajaktouren mit CKPCA, und bei Jul Surf School sammeln Anfänger ihre ersten Erfahrungen auf den Wellen. Die Atmosphäre wirkt ursprünglicher, man möchte fast sagen salziger, unmittelbar mit dem Meer verbunden.

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Dann gibt es noch die historische Mole selbst — sie ist über hundert Jahre alt. Man spaziert bis ans Ende, gegen den Wind, und hat einen beeindruckenden Blick über die gesamte Bucht. Entlang des Weges stehen traditionelle Senknetze, quadratische Fischernetze, die langsam von Hand aus dem Wasser gekurbelt werden. Wer diese traditionelle Angeltechnik ausprobieren möchte, kann direkt beim Tourismusbüro reservieren. Eine einfache, geduldige Geste, tief verwurzelt in Pornichets maritimer Tradition.

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Am Ende der Strandpromenade verändert sich die Stimmung rund um den Square Hervo. Kinder lassen kleine Boote im Wasserbecken fahren, steigen in ein nostalgisches Karussell, das an Jules Vernes Fantasiewelten erinnert, toben auf Spielplätzen oder schaukeln direkt am Strand. Nach dem Abenteuer wartet eine kleine Pause: handgemachtes Eis, frische Waffeln oder warme Krapfen — fast direkt am Strand.

Hier erlebt man den Hafen auch als Familienort voller Lachen und Meeresluft.

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Ablegen, entdecken, dem Alltag entfliehen

Vom Hafen Pornichets aufs Meer hinaus

Die Häfen von Pornichet sind Ausgangspunkte zahlreicher Erlebnisse auf dem Wasser und entlang der Küste.

Im Yachthafen

Auf der Mole

Carrelets

Vivez l’expérience d’une pêche au carrelet sur le Vieux Môle de Pornichet : louez votre filet, admirez le panorama et partagez un moment convivial à marée montante.

Im Tidenhafen

Am Square Hervo