Drei Küsten, ein gemeinsamer Horizont

Die Strände von Pornichet: drei Arten, den Ozean zu erleben

Man setzt die Füße in den Sand, hebt den Blick zum Horizont — und ohne genau zu wissen warum, wird plötzlich alles langsamer. In Pornichet ist der Strand niemals nur Kulisse. Er ist Rhythmus, Atemzug, beinahe ein tägliches Ritual. Drei Strände ziehen sich entlang der Küste, jeder mit eigenem Charakter, eigener Atmosphäre und seinen Stammgästen. Manche kehren immer wieder an denselben Ort zurück, andere entdecken zufällig ihren Lieblingsplatz — doch irgendwann findet jeder seinen ganz persönlichen Strand.

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Den Strand wählen, heißt den Rhythmus wählen

Drei Strände, drei Arten, den Ozean zu erleben

Plage des Libraires

Für viele beginnt Pornichet am Strand Plage des Libraires. Fast zwei Kilometer feiner Sand mit Blick auf die Bucht von Le Pouliguen und ein so sanfter Einstieg ins Wasser, dass Kinder ohne Zögern hineinflitzen. Hinter dem Strand erwachen mit den ersten Sonnenstrahlen die Terrassen der Strandpromenade: man setzt sich, bestellt ein Getränk oder ein Eis und beobachtet vorbeiziehende Segelboote. In der Ferne schließt die Pointe du Pouliguen den Horizont wie der Vorhang einer Theaterbühne. Plage des Libraires ist der Strand für gemeinsame Momente, wo Lachen sich mit dem Klang der Wellen vermischt und man fast immer länger bleibt als geplant. Außerdem ist es der einzige Strand im Département Loire-Atlantique mit der höchsten Barrierefreiheits-Auszeichnung Handiplage Niveau 4, inklusive spezieller Einrichtungen und Betreuung, damit wirklich jeder den Strand uneingeschränkt genießen kann.

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Strand Bonne Source 

Das ist der Strand, den Einheimische fast nur flüsternd weiterempfehlen. Bei Ebbe treten die Felsen hervor und das Sammeln im Watt beginnt: mit Eimern in der Hand und den Füßen im Wasser sucht man nach Muscheln, Napfschnecken und Meeresschnecken zwischen den Steinen. Wenn die Flut zurückkehrt, übernimmt der Sand wieder die Bühne und Skimboarder gleiten knapp über die Wasseroberfläche. Der Küstenweg verläuft entlang der Dünen und eröffnet Ausblicke auf die Felsinsel La Pierre Percée sowie die kleinen Inseln Baguenaud und Les Évens. Bonne Source ist ein wenig das Geheimnis von Pornichet: weitläufig und gleichzeitig intim, ein wenig abseits vom Rest.

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Strand von Sainte-Marguerite 

Der kleinste der drei Strände und zugleich der ruhigste. Man erreicht ihn über die Alleen  zwischen den  Pinien und Belle-Époque-Villen, die Charles Mercier ab 1886 in seinem Wohnviertel errichten ließ. Der Sand ist derselbe, das Meer auch — doch die Atmosphäre verändert sich vollkommen. Hier scheint die Zeit stillzustehen. Das Licht fällt gefiltert durch die Bäume, Schritte werden langsamer, Gespräche leiser. Selbst Sarah Bernhardt suchte hier einst Ruhe und Abgeschiedenheit. Man kommt hierher, um zu lesen, zu träumen oder sich einfach vom Rhythmus der Wellen tragen zu lassen. Sainte-Marguerite muss nicht laut sein, um unvergesslich zu bleiben.

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Respekt für das, was uns verbindet

Blaue Flagge und Küstenschutz in Pornichet

Auf allen drei Stränden von Pornichet weht eine blaue Flagge im Wind. Sie dient nicht der Dekoration. Es handelt sich um die internationale Auszeichnung Blaue Flagge (Pavillon Bleu), welche jedes Jahr an Strände und Yachthäfen vergeben wird, die sich aktiv für nachhaltigen Tourismus und den Schutz der Umwelt einsetzen. In Pornichet tragen alle drei Strände dieses Gütezeichen bereits seit sechs Jahren ohne Unterbrechung. Sechs aufeinanderfolgende Jahre stehen für konsequentes Engagement für Wasserqualität, Sauberkeit der Küste und Umweltbewusstsein.

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Man genießt den Strand — und kümmert sich gleichzeitig um ihn. Hier ist das selbstverständlich: Müll wieder mitnehmen, nichts zurücklassen, und auch Dünen und Pflanzen respektieren, die den Sand auf natürliche Art und Weise schützen. Die Küste von Pornichet ist ein Schatz für alle, ein Schatz, den sich Einheimische und Urlaubsgäste teilen, Menschen, die das ganze Jahr hier leben, und diejenen, die jeden Sommer zurückkehren. Und wenn der Sommer endet, schläft der Strand keineswegs ein. Im Herbst wird hier spazierengegangen, im Winter atmet man die salzige Luft ein und beobachtet, wie Stürme neue Linien in den Sand zeichnen. In Pornichet gehört der Strand im Winter genauso zum Lebensgefühl wie ein Bad im Meer im Juli.

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